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Typische Holzmerkmale

Holz ist ein Naturrohstoff. Daher gleicht kein Baum dem anderen, auch wenn sie identisch aussehen. Bei genauerer Betrachtung stellt sich aber heraus, dass die Beschaffenheit, der Umfang und andere Eigenschaften unterschiedlich sind. Dies gilt auch für die daraus produzierten Endprodukte wie Latten, Bretter oder Möbel für das Gartenhaus.

 

Holz ist ein natürlicher Rohstoff mit persönlichen Macken

Holz ist ein natürlicher Werkstoff mit hervorragenden Eigenschaften, wie z. B. hoher Festigkeit bei guter Elastizität, leichter Bearbeitung und Schallschutz. Wer Natürlichkeit liebt, wird die folgenden Eigenschaften von Holz gern in Kauf nehmen.

In dieser folgenden Übersicht stelle ich dir einmal sämtliche typischen Holzmerkmale vor, damit du nachvollziehen kannst, was ich meine. Dies hilft dir bei der Betrachtung deines Gartenhauses bei der Lieferung oder erleichtert dir den Aufbau deines Holzhauses.

Typische Holzmerkmale

1. Quellen und Schwinden / Rissbildung

Holz passt sich der umgebenden Luftfeuchtigkeit an und verändert dadurch sein Volumen. Hier spricht man von Quellen und Schwinden, auch „Arbeiten“ des Holzes. Holz kann tangential zu den Jahresringen bis zu 10 % schwinden, radial ist der Wert deutlich geringer und in Längsrichtung sogar zu  vernachlässigen.

 

2. Harzaustritte

Vor allem im ersten Jahr nach Fertigstellung des Produktes kann vereinzelt Harz austreten. Harz wird an der Oberfläche relativ schnell spröde und wittert mit der Zeit von alleine ab. Alternativ kann das ausgehärtete Harz auch abgeschabt werden.

 

3. Markröhre

In der Mitte eines Stammes befindet sich je nach Alter eine mehr oder weniger ausgeprägte Markröhre. Diese ist zu Lebzeiten des Baumes der Versorgungskanal und wird fälschlicherweise hin und wieder für Fäulnis gehalten.

 

4. Äste und Maserung

Äste und die natürliche Maserung sind eine charakteristische Eigenschaft des Holzes und unterliegen keinen Einschränkungen. Sie können in Anzahl und Größe stark variieren.

 

5. Raue Stellen / Fransen

Besonders im Astbereich kann es trotz sorgfältiger Bearbeitung mit scharfen Fräs- und Hobelwerkzeugen immer wieder zu Rauigkeiten kommen. Auch kleine Fransen bei gefasten Artikeln, wie z. B. Palisaden, lassen sich nicht immer vermeiden und stellen keinen Reklamationsgrund dar.

 

6. Salzausblühungen

Hierbei handelt es sich um ausgetretenes Harz an der Oberfläche, das durch die Kesseldruckimprägnierung grün / weißlich eingefärbt wurde. Diese kleinen Flecken wittern mit der Zeit von alleine ab oder können meist auch abgewaschen werden.

 

7. Feine Bohrlöcher

Diese werden meist durch Frischholzinsekten hervorgerufen. Vor der Weiterverarbeitung sterben diese ab und Sie stellen keinerlei Gefahr für angrenzende Bauteile dar.

 

8. Schimmel und Bläue

Kesseldruckimprägniertes Holz hat verfahrensbedingt eine sehr hohe Feuchtigkeit. Vor allem in der warmen Jahreszeit kann es daher zu Stockflecken und Schimmelbefall kommen. Die lediglich optischen Mängel können meist abgewischt werden oder wittern nach einiger Zeit ab. Schimmel- und Bläuepilze sind nicht holzzerstörend und beeinflussen nicht die Festigkeit.

 

9. Maße

Auf Grund des Quell- und Schwindverhaltens sowie aus produktionstechnischen Gründen können genannte Maße geringfügig abweichen. Technische Änderungen vorbehalten.

 

  • Typische Holzmerkmale: Pixabay / Tama66

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